Erklärung zum Auftakt des “Synodalen Weges”

Am ersten Advent beginnt der synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland. Viele Menschen verbinden mit dem Gesprächsprozess die Hoffnung auf eine Erneuerung der Kirche.

Als Priester in der katholischen Kirche distanzieren wir uns von einem System, das die sexualisierte Gewalt ermöglicht, gedeckt und verschleiert hat, die Menschen unter dem Dach der Kirche erlitten haben.

In dieser Verantwortung, betroffen vom Leiden der Menschen, die zu Opfern gemacht wurden, denen physische oder psychische Gewalt angetan wurde, betroffen auch von den Leidensgeschichten von Kollegen, die innerhalb des kirchlichen Systems krank geworden sind oder vereinsamen, erwarten wir vom synodalen Weg konkrete Beschlüsse, die den Klerikalismus, eine der Wurzeln des Missbrauchs in der Kirche, wirksam bekämpfen.

Wir treten ein für Strukturen, in denen Macht kontrolliert wird und Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung geachtet werden sowie einen gleichberechtigten Zugang zu allen Ämtern und Aufgaben erhalten.

Wir rufen alle in der Kirche dazu auf, den synodalen Weg aufmerksam und kritisch zu begleiten.
Unterzeichner des Aufrufes:
Burkhard Hose
Stefan Jürgens
Siegfried Modenbach
Bernd Mönkebüscher

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